Die schöne deutsche Sprache

Wer mit Deutsch perfekt, Ausgabe 3/2010, das Thema „Das richtige falsche Deutsch“ bearbeiten möchte, der sollte nicht darauf verzichten, den Lernern auch einen kleinen Einblick in das Imbissbudendeutsch für Fortgeschrittene zu gönnen, sozusagen als empirischen Beweis dafür, dass auch nicht jeder Deutsche Goethe sein muss, wie auch nicht jeder Lerner Cervantes ist. So eine humoristische Einlage kann vielleicht ein bisschen den Druck von den Lernern nehmen:

Interessant wäre es natürlich auch, die Lerner den Dialog auf andere Stilebenen und in andere Umgebungen bringen zu lassen. Es können Rollen vergeben werden, wie zum Beispiel die des Jugendlichen, des Akademikers, des Büromenschen und die des einfachen Mannes bzw. man kann vergleichbare Szenen spielen lassen in der Kneipe, in einem mittelständischen Restaurant oder in einem Fünf-Sterne-Gourmet.

Ich finde den Videoclip urkomisch und denke, er kann solch ein trockenes Thema wie Stil auf eine sehr humor- und liebevolle Weise nahebringen. Was meint ihr dazu?

3 Antworten

  1. Ja, liebe Sylvia, auch wenn es im ersten Augenblick ziemlich witzig anmutet, ist es doch ein schöner Bogen und genau Richtung Kulturelles Lernen. Und es gibt ja noch viel mehr als die Ostfriesen bei uns: da sind die Sachsen, die Schwaben, die Berliner Schnauze… da wäre man dann schon einmal bei den vielen Dialekten und auch Stereotypen, die allgemein dazu gehandelt werden. Man könnte auch zum Beispiel analog wie bei den Tonbeispielen, die unter „https://rikesdaf.wordpress.com/2010/02/25/deutsche-dialekte/“ zu finden sind, die Studenten selbst ein ethnografisches Projekt durchführen lassen und sie Audiobeispiele von ecuadorianischen Dialekten aufnehmen und mit den dazu verbreiteten Stereotypen in Ecuador vorstellen lassen (vielleicht mit Prezi und Einbindung der Audiodateien ;)) – Möglichkeiten gibt es unendlich viele, es wäre schön, wenn wir hier die tatsächlich umgesetzten Unterrichtskonzepte zusammentragen und darüber berichten könnten, wieviel am Ende dabei herausgekommen ist und wieviel Spaß die Schüler dabei hatten – oder auch nicht – und warum und wie das beim nächsten Mal besser laufen könnte. Also ich bin dabei, wenn sich dieses Thema mit einer Gruppe anbietet. Dann wirst du garantiert davon hier lesen können!

  2. Liebe Rike – eigentlich sehr beruhigend, dass „nicht jeder Lerner ein Cervantes ist“. Aber davon abgesehen, könnte es sein, dass die Ostfriesen etwas mit den Bewohnern des Nordens Ecuadors gemeinsam haben?? Das wär aber ein Thema für Interkulturalität, oder?
    Grüsse – Sylvia

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